Andacht 08/2020:

"Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele."
                     
Psalm 139, 14

 

Wofür dankt der Psalmbeter hier eigentlich? Für bestimmte Vorzüge, die er vom Schöpfer mitbekommen hat? Etwa: „Ich danke dir, Gott, dass ich kräftig, willensstark, klug, schön oder hochbegabt bin?“ Ja, wenn man das ist, kann und soll man Gott gewiss dafür danken und es zum Wohle anderer einsetzen. Aber an solche Vorzüge seiner Person denkt der Psalmbeter hier gar nicht. Das deutsche Wort „wunderbar“ bedeutet ja nicht nur „herrlich“, „großartig“ oder „sehr schön“, sondern auch „erstaunlich“ und „wie ein Wunder erscheinend“, und eben diese zweite Bedeutung kommt dem Sinn der Psalmworte am nächsten.

Andacht 07/2020:

"Der Engel des Herrn rührte Elia an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir!"
                     
1. Könige 19, 7

 

Elia war auf der Flucht, er hatte Angst um sein Leben. Nachdem er seinen Diener in Beersheba in Juda gelassen hatte, floh er allein in die Wüste. Die Wüste, der Ort der Einsamkeit, der Ort, wo Leben nicht wachsen kann. Im Weltbild des Alten Testaments einer der lebensbedrohenden, lebensfeindlichen Gebiete der Welt. In dieser Einsamkeit lässt sich Elia nieder und gibt auf – er gibt sein Leben auf und bittet Gott, es ihm zu nehmen. Doch Gott hat andere Pläne. Ein Engel des Herrn weckt Elia aus seinem Schlaf und fordert ihn auf: Steh auf und iss! Dort, mitten in der Wüste, bekommt Elia das, was er zum Leben braucht. Er findet einen Krug Wasser und geröstetes Brot neben sich liegen.

Andacht 06/2020:

"Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder."
                     
1. Kön 8, 39

Als König Salomo diesen Satz sprach – als Bestandteil eines umfangreichen Gebetes anlässlich der Einweihung des Jerusalemer Tempels –, konnte er trotz all seiner Weisheit nicht ahnen, in welch globaler Bedeutungsdimension sein Gebet eines Tages gesprochen werden würde. Dass Gott das Herz aller Menschen kennt, genauer: das Herz all jener „die da ihre Plage spüren, jeder in seinem Herzen“ (V. 38), bezieht Salomo auf Klagen über Unglücksfälle (Krankheiten, Hungersnöte oder Kriege), die zunächst sein Volk, also Israel, treffen könnten.

Andacht 05/2020:

"Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat!"
                     
1. Petrus 4, 10

„Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. …“ (1. Petrus 4, 7) – so beginnt der Textabschnitt, aus dem unser Monatsspruch stammt. Während ich diese Andacht schreibe, sitze ich im Home-Office wegen der Corona-bedingten Ausgangsbeschränkungen. Ob das zum Erscheinungsdatum des Gemeindebriefes Anfang Mai anders sein wird? Wir wissen es nicht. Ich gehe bislang nicht davon aus, dass mit dem Corona-Virus das „Ende aller Dinge“ einhergeht. Aber der Bibeltext mit seinem Hinweis auf das nahe Ende macht etwas deutlich, was mir auch in der Corona-Zeit auffällt:

Andacht 04/2020:

"Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich"
                     
1. Korintherbrief 15, 42

Wer sich nicht vorstellen kann, wie eine Auferstehung der Toten aussehen soll, der kann sich vielleicht mit der Erkenntnis trösten: Bereits in den ersten Christengemeinden gab es Menschen, denen es ähnlich ging. Die Apostel hatten verkündigt: Am Ende der Weltgeschichte werden die Toten auferstehen, und zwar nicht, um irgendwann einmal wieder zu sterben, auch nicht, um als bloße Geister weiterzuexistieren, sondern um in einem neuen Leib ewig zu leben. Diese Erwartung hatten Jesus und seine Apostel vom Judentum ihrer Zeit übernommen.

Andacht 03/2020:

"Jesus Christus spricht: Wachet!"
                     
Markus 13, 37

03 Gemeindebrief März April 2020„Wachet!“ – Gab es schon mal einen noch kürzeren Monatsspruch?. Knapper geht´s ja eigentlich gar nicht. Dieses kurze „Wachet“ schließt ein ganzes Kapitel ab, wo Jesus zum Thema Endzeit spricht. Keine rosigen Aussichten. Jesus mahnt am Schluss seiner Zukunftsvision an, wie ein Türhüter zu wachen. Nun sind Türhüter heute selten geworden (mancher hat diesen durch eine Alarmanlage ersetzt), aber mir kommt auch mit Blick auf die damalige Gewohnheit die Frage, wozu es den in Sachen Weltenuhr braucht.

Andacht 02/2020:

"Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte."
                     
1. Kor. 7,23

Liebe Geschwister,02 Gemeindebrief jan feb 2020
was für ein Freiheitswort! Wir sind nicht „kirchlich gebunden“, sondern christlich frei!
Wie immer lohnt ein Blick in den Textzusammenhang. Der spricht allerdings auffallend viel vom Bleiben. Das verbinde ich eher wenig mit Freiheit. Heißt Freiheit nicht vielmehr: mich lösen und aufbrechen? Ein Beispiel (nicht meines ): Ich empfinde meine Arbeit als Belastung, sie erfüllt mich nicht. Sie bindet meine ganzen Kräfte, und doch kann ich ihr keinen Sinn abgewinnen. Wenn ich die Freiheit hätte, einfach meine Arbeit zu wechseln, was würde ich tun: Gehen oder Bleiben? Bleibe ich, bleibe ich doch auch ein Gefangener meiner Arbeit. Gehe ich, bin ich frei. (Es sei denn, meine neue Arbeit knechtet mich auch wieder.) Gibt es demgegenüber auch eine Freiheit zu bleiben?

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