„Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge bei Groß und Klein.“
                                                                   Apg. 26, 22

An bestimmten Wegmarken des Lebens halten wir inne, sehen wir uns um, bringen uns in Frage-Stellung: Wo stehe ich, wo komme ich her? Es gibt kalendarische Anlässe, an denen zurückgeblickt wird. Runde Geburtstage, Jubiläen. Nicht immer ist uns in diesen ritualisierten Formen nach einer Rückschau zumute, lassen es uns natürlich nicht anmerken, doch weichen innerlich aus. Jenseits der Feierlichkeiten indes gibt es Momente, die einen auf überraschende Weise nachdenklich stimmen, wo man unweigerlich merkt: es ist so viel passiert und fast wäre mir entgangen, was sich im Laufe der Zeit alles verändert hat.

In der Regel sind das Zeiten, die rein äußerlich kaum auffallen, weil sie mit einer gewissen Verzögerung auf bestimmte Ereignisse uns überhaupt bewusst werden. Irgendwann wacht man auf und stellt fest, dass „die alten Zeiten“ vorbei sind, dass man nicht mehr Kind ist, oder Jugendlicher, oder berufstätig oder gesund und stark. Das gleiche beobachten wir bei unseren Mitmenschen, den Familien und Freunden: Die Kinder wachsen heran – „plötzlich“ sind sie groß geworden. Der feste Freundeskreis von damals hat sich mit der Zeit merklich verkleinert – aber mich gibt es noch. Das Gemeindebild verändert sich, nach vielen Herausforderungen, die alle in Atem halten, kehrt etwas Ruhe ein. Ob im Blick auf das je eigene Leben oder das soziale Umfeld, in bestimmten Momenten wird uns bewusst, dass wir – im Hier und Jetzt – da sind und wundern uns, wie überhaupt alles zugehen konnte. Es sind diese besonderen, meist stillen Augenblicke, in denen wir uns neu verorten, uns justieren und zu festigen suchen.
So zieht auch der Völkerapostel Paulus Bilanz, nach mehreren großen Reisen rund um das Mittelmeer, nach vielen Gefahren und lebensbedrohlichen Situationen, und ebenso nach zahllosen Begegnungen mit Menschen, denen er die Kraft des Glaubens zugänglich machte – eine Kraft, die ihn selbst durch alle Höhen und Tiefen hindurchtrug und trägt.

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Prof. Dr. Dirk Sager / Theologische Hochschule Elstal

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.



Gemeindeadventfeier in Schmiedeberg – ein jährliches Highlight

Wie in jedem Jahr hat mich unsere Gemeindeadventfeier auch 2018 wieder begeistert! Dazu mussten wir als Gemeinde zum wiederholten Mal ins Martin-Luther-King-Haus ausweichen, da unsere Räumlichkeiten in der Friedenskapelle doch dafür einfach zu begrenzt sind. So sind wir sehr dankbar für die Möglichkeit, den großen Saal und andere Räume im King´s nutzen zu können! - Die Gemeindeadventfeier ist für uns ein großer Höhepunkt! Fast alle Gemeindeglieder mit Anhang, dazu viele Gäste, besuchen diesen Nachmittag mit Weihnachtsspiel, evangelistischer Kurzpredigt, vielfältigen musikalischen Beiträgen und „Arzgebirg´scher Mundart“. .

19.12.2018


Alt werden? Anders!

Das Leben im Alter hat unterschiedliche Facetten. Am 9. ...

20.02.2019

Frömmigkeitsformen in der Brüderbewegung

Welche Ausdrucksformen der Frömmigkeit sind typisch für die Brüderbewegung? .

12.02.2019

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