„Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe!
Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den HERRN zu suchen,
bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt!“

                                                                   Hosea 10, 12 (L)

Gibt es zum Thema „Gerechtigkeit“ noch etwas Neues zu sagen? Während politische Partien nicht müde werden zu versichern, dass sie sich programmatisch neu ausrichten, um Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen, scheint in der Bevölkerung Ernüchterung eingekehrt zu sein: „Gerechtigkeit? Wo bitte soll es die denn noch geben? Das sind doch nur leere Phrasen. Am Ende geht es alles immer so weiter wie bisher.“ Der Prophet Hosea scheint in dieser Hinsicht die Hoffnung nicht ganz aufgegeben zu haben, auch wenn er im folgenden Vers (Hos 10,13) feststellen muss, dass statt Gerechtigkeit und Liebe nur Bosheit und Gewalt um sich greifen.

„Vergesst die Gastfreundschaft nicht;
denn durch sie haben einige,
ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.“

                                                                   Hebr. 13, 2 (EU)

Manchmal lohnt es sich, einen Satz von hinten zu lesen. Fangen wir also bei den Engeln an. Was haben Engel mit der Gastfreundschaft zu tun? Ich behaupte: Eine Menge. Zunächst einmal sind sie ein wichtiger Hinweis. Denn die Engel, die man da ahnungslos im Haus hat, lassen erkennen, dass es bei der Gastfreundschaft nicht einfach um ein Tauschgeschäft geht. Also um einen Handel nach dem Motto: Wenn ich diese oder jene Person bei mir aufnehme, kann ich auf eine entsprechende Gegenleistung rechnen.

„Es ist aber der Glaube ein feste Zuversicht dessen,
was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem,
was man nicht sieht.“

                                                                   Hebr 11, 1 (L)

Seien wir ehrlich: Sich an eine Hoffnung, die man nicht sieht, zu klammern und an einem unsichtbaren Wesen festzuhalten, ist heute alles andere als akzeptiert. Das Phänomen zeigt sich in manchen Regionen der Republik mehr als in anderen, aber mit der Aufklärung und den modernen wissenschaftlichen Methoden scheint ein religiöser Glaube schwer vereinbar zu sein. Das Paradigma lautet: Was man nicht wiegen, greifen, spüren kann, das ist wissenschaftlich irrelevant. Oder kurz: was nicht messbar ist, das gibt es nicht!

„Jesus Christus spricht: Friede sei mit euch!
Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“

                                                                   Joh 20, 21 (L=E)

Noch konnten es die Jünger Jesu nicht fassen. Noch hatten sie Angst und versteckten sich: nicht, dass auch sie ans Kreuz genagelt werden und einen schrecklichen Tod sterben wie ihr Meister Jesus. Die Frauen hatten zwar etwas davon erzählt, dass Jesus ihnen im Garten begegnet ist. Aber das kann ja gar nicht sein: Tot ist tot! Für Jesus und für sie gab es keine Hoffnung. Alle Türen haben sie verschlossen, alle Fenster verrammelt. Hoffnungslos und verzagt kauerten sie im Halbdunkeln. Plötzlich steht Jesus da, einfach so, und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! Zweimal sagt er ihnen seinen Frieden zu. „Ich bin kein Gespenst, sondern Jesus, den ihr kennt; seht meine durchbohrten Hände.“

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